Bevor es richtig losgeht, eine kleine Anmerkung. Wir werden diesen Blog Stück für Stück schreiben. Wer angemeldet ist, sollte eine E-Mail darüber bekommen, wenn ein weiterer Tag dazu gekommen ist. Also dann, viel Spaß beim Lesen.

Tag 1

Nach über 2 Jahren, war es endlich wieder soweit. Es ging wieder nach Brasilien. Endlich wieder alle Treffen, und auch dem schlechten Wetter hier in Deutschland entkommen.

Die Nacht war sehr früh vorbei und der neue Tag begann schon sehr früh. Wir sind um 2 Uhr aufgestanden, haben uns noch von Lena verabschiedet (welche in der Zeit in guten Händen bei Titia sein wird) und wurden dann um 3:30 Uhr von Sorin abgeholt. Mit dem Uber zum Flughafen zum Sonderpreis von 50,– Euro.

Dieses Mal, ganz unüblich, sind wir vom Terminal 1 abgeflogen, mit Air France – was auch unproblematisch war. Es gab einen Selbstabgabe Automaten für das Gepäck und uns wurde freundlich geholfen. Am Zoll haben wir dann festgestellt, dass ganz in der Früh, der Zoll noch gar nicht offen hat. Also hieß es warten, bis die Türen geöffnet wurden. Als es dann soweit war, wollte ein Mann, nachdem er gerade durch die Sicherheitsschranke gegangen ist, wieder zurück. Was nicht ohne einen großen Alarm ging und die Zollbeamte hat Ihn darauf hingewiesen, dass das nicht geht. Die hat sich bestimmt auch gedacht: Na toll, gerade fängt der Tag an und schon so ein Depp.

Der Zoll war unkomploziert und schnell. Es gab dann noch ein Frühstück, Zeitung für Papa und Donald Duck für Periquito. Nach einem kurzen Besuch auf der Toilette, war die Wartezeit dann auch ziemlich schnell rum. Und es ging in den ersten Flieger nach Paris. Hier mal was ganz besonderes, wir waren die 1. Leute im Flugzeug.

Unser Flieger hatte Verspätung und hat dann seinen Parkplatz nicht gefunden. Periquito hatte gut 2 Stunden Zeit um auf die Toilette zu gehen, aber der passende Zeitpunkt dafür war dann doch genau zur Landung. Aber die Flugbegleiterin war sehr nett und sie durfte noch auf die Toilette.  Dann saßen wir ziemlich weit hinten und es dauerte lange bis wir draußen waren. Hier als Erinnerung: Bei Anschlussflügen immer soweit wie möglich vorne sitzen. Dann hat der Shuttlle gefühlt ewig gedauert. Zum Glück hatten wir uns den Weg schon vorher im Internet angesehen. Und der Weg war okay. Streß gab es dann beim Zoll. Weil wir den Deutschen Pass von Periquito nicht dabei hatten, weil dieser noch nicht fertig war, bzw. beim KVR eine Schlafpause eingelegt hat. Zum Glück hatte Papa dann noch einen alten Deutschen Pass von ihr auf dem Handy und die Poloizistin sprach portugiesisch und ließ uns durch. Wir kamen dann tatsächlich in fast letzter Minute dort an. Mama blieb dann noch kurz mit Ihrer Jacke in der Sicherheitstür hängen, war aber nicht so schlimm wie bei dem Typen in München. Auch hier sollten wir uns merken: Umsteigen in Frankreich – mindestens 2 Stunden, besser 2,50.

Im großen Flieger von Air France waren wir dann positiv überrascht. Der Platz ist gut, es gibt USB Ladestecker für alle und WLAN mit dem Nachrichten verschicken geht. Bei anderen haben wir  das schon als kostenpflichtig gesehen. Unsere Tochter hat auch ein Spielzeug von den Flugbegleitern geschenkt bekommen, was dann auch promt unter den Sitz fiehl und einen kurzen Weinkrampf auslöste. Nachdem der Frust darüber vergessen war, gab es ein Kindermenü, über was sich bestimmt jedes Kind freut. Nudeln Margeritha. Na ja, fast jedes Kind. Periqutio mag Nudeln und Margeritha, aber nicht in dieser Kombiantion. Das war dann gleich der nächste Stress.

Was uns auch gut gefallen hat, waren die Kameras, die am Flugzeug befestig waren und die man am Bildschirm sehen konnte. Allgemein gab es eine gute Auswahl an Filmen und Spielen. Auch auf portugiesisch. Bei Mama war die Auswahl allerdings sehr beschränkt. Das hat sich dann aber wieder gegeben, als wir die Kindersicherung entfernt haben. Papa hat insgesamt 3 Filme gesehen. 2 davon waren durchwachsen, die Titel sind sind mehr in Erinnerung geblieben.  Maria hat Angry Birds für sich entdeckt und hat beschlossen, auf dem gesamten Flug nicht zu schlafen. Das war dann auch schon soweit alles vom Flug. Die Freundlichkeit von allen war wirklich sehr gut. Wir mögen Air France.

Bei der Einwanderung haben wir uns entschlossen, das wirutio uns alle bei den Ausländern anstellen. Auch Mama und Periquito. Was wohl möglich Stress für Mama sein konnte. Die Schlange wurde dann zum Schluss so aufgeteilt, dass wir die letzten waren, die durch die Passkontrolle gekommen sind. Unsere Koffer waren schon ganz alleine und haben uns freudig erwartet und waren noch heil, von ein paar Kratzern abgesehen.

Unser Empfangskomite hat uns freudig empfangen. Oma, Opa, Titia, Bibiu und Dinda. Alle haben sich natürlich sehr gefreut. Es gab noch ein Eis und Batata frita und Opa hat sich an das Wort “Schatz” erinnert, worüber sein Schatz sich irrsinnig gefreut hat.

Währen wir auf ein Uber (nicht Sorin) gewartet haben, wollte uns ein Taxler über’s Ohr hauen und den dreifachen Preis verlangen. Aber nicht mit uns! Uber war okay, wenn man davon absieht, dass ein Gurt nicht funktioniert hat. Hier hat Periqutio dann auch beschlossen, mal ein kurzes Nickerchen zu machen. Inzwischen waren wir schon über 24 Stunden wach und über 30 Grad Temperaturunterschied.

Endgültig am Ziel angekommen, hat uns Thiago Bahia Vehiculos Munique mit einem sehr leckeren Essen empfangen. Kyla hat sich sehr gefreut und wir natürlich auch. Alle haben sich über die Mitbringsel gefreut und Papa hat Thiago Bahia Vehiculos Munique sogar etwas besser verstanden (wenn er ganz langsam redet) also noch beim letzten spontanen Oster Besuch.  Periqutio denkt noch lange nicht ans Schlafen und spielt mit Ihren Cousinen.

Letzendlich ging der 1. Tag dann doch zu ende (wobei es rein rechnerisch ja auch schon der zweite Tag war) und alle vielen glücklich in die Federn.